Sehenswürdigkeiten in Brüssel: Was Du gesehen haben musst!

Brüssel steckt voller Abwechslung und bietet etwas für jeden Geschmack. Was unbedingt sehenswert ist und eine absolute Attraktion darstellt, liegt natürlich im Auge des Betrachters oder ist von verschiedenen Interessensgebieten abhängig. Was es beim Sightseeing zu besichtigen gilt und der ein oder andere Geheimtipp, findet sich auf unserer nachfolgenden Liste.

Top 10 Sehenswürdigkeiten in Brüssel

Die persönlichen Favoriten und Highlights der Sehenswürdigkeiten in Brüssel sind vermutlich weitaus umfangreicher oder an einigen Stellen austauschbar. Die Positionen und Spitzenreiter dienen hier nur als Anhalt und Anregung, gemessen an Bekanntheitsgrad oder Besucheraufkommen. Nach deiner Sightseeingtour hast du bestimmt deine ganz eigenen „Top Ten“ in Erinnerung.

Atomium

Vermutlich die weltweit bekannteste und wichtigste Sehenswürdigkeit in Brüssel ist das Atomium*. Entstanden auf dem Gelände des Heyselparks im Stadtteil Laeken, anlässlich der Weltausstellung EXPO 1958, ist das 102 Meter hohe Bauwerk bis heute ein echter Blickfang. Der fantastische, für die damalige Zeit verwegene Entwurf des belgischen Ingenieurs André Waterkeyn wurde von dem Architekten-Bruderpaar Jean und André Polak verwirklicht. Das Gebäude stellt die vergrößerte Form einer kubischen Zelle, bestehend aus neun Atomen dar. Die Nachbildung des Kristallmodels für das Element Eisen, sollte den Beginn des Atomzeitalters und die friedliche Nutzung der Kernenergie symbolisieren.

Die oberen drei Kugeln der Atome, welche einen Durchmesser von jeweils rund 18 Metern aufweisen, bestehen aus Hohlräumen und beinhalten ein Restaurant und entsprechende Aussichtsplattformen. Die Kugeln sind mit gegenseitigen räumlichen, begehbaren Diagonalen verbunden. Vom unteren Eingangsbereich befördert dich ein Fahrstuhl binnen weniger Sekunden zur obersten Etage. Bei der Entstehung des Bauwerkes verwendete man zunächst Verkleidungen aus Aluminium, die später im Zuge von Restaurierungsarbeiten durch Stahlbleche ersetzt wurden. Hierbei wurden im Jahr 2006 auch bei den 180 Fenstern Scheiben aus Polycarbonat verbaut.

Schon zur Eröffnung der Weltausstellung muss der Anblick des Atomiums beeindruckend gewesen sein. Noch heute ist diese Anziehungskraft und Ausstrahlung spürbar. Entdecke die besondere Atmosphäre innerhalb der oberen schrägen Verbindungsrohre durch die Treppen oder Rolltreppen führen. Die drei unten liegenden Kugeln sind durch zusätzliche Stützelemente verstärkt worden, um die enorme Last der ungewöhnlichen Konstruktion zu tragen. Im Schnitt solltest du rund 1 ½ Stunden für einen Besuch einplanen. Gerad an den Wochenenden ist das belgische Wahrzeichen stark frequentiert, sodass die besten Besichtigungstage zwischen Mittwoch und Freitag liegen.

Atomium-Brüssel
Atomium

  • Atomium Brüssel im Stadtteil Laken, Square de l’Atomium, 1020 Brüssel
  • Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr (Panorama-Restaurant bis 23.00 Uhr)
  • Sonderregelungen zu Weihnachten und Silvester ( 10.00 bis 16.00 Uhr)

Modellpark Mini Europa

Am Fuße des Atomiums im „Bruparck“, Teil des Heyselparks, findest du ein weiteres interessantes Ausflugsziel. Zu entdecken gibt es eine Homage an Europa, in Form eines Miniatur-Wunderlandes* im Maßstab 1:25. Mit viel Liebe zum Detail und einem interaktiven Erlebnis ist die qualitative Ausarbeitung der einzelnen Modelle wahrhaftig beeindruckend. Für die Bauten wurden unterschiedliche Materialien und Komponenten verwendet. Auf einer Gesamtfläche von rund 24.000 Quadratmetern wurden seit dem Eröffnungsjahr 1989 etliche Millionen Euro in die Anlage investiert. Präsentiert werden Nachmodellierungen wichtiger europäischer Monumente, die aufgrund ihrer besonderen und außergewöhnlichen Architektur oder ihrer beispiellosen Symbolkraft ihre ganz eigene Faszination begründen.

Begebe dich auf eine Spurensuche durch die Europäische Union, in Szene gesetzt, beispielsweise durch das Berlaymont-Gebäude, Sacré-Cœur de Montmatre, Dover Castle oder die Kathedrale von Santiago de Compostela. Das Gastgeberland Belgien präsentiert unter anderem das Curtiushaus in Lüttich oder das Brüsseler Rathaus und den Grand Place, dessen Herstellungskosten allein rund 350.000 Euro verschlungen haben. Aus Deutschland gibt es das Brandenburger Tor, Porta Nigra, das Lübecker Holstentor und weitere Modelle zu sehen. Jedes Mitgliedsland der EU ist vertreten. Die klassischen Highlights wie Eiffelturm, Akropolis, Big Ben oder der Schiefe Turm von Pisa dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Für den Rundgang solltest du etwa 2 Stunden einplanen, zudem die Besichtigungstour noch durch den gesonderten Bereich „The Spirit of Europe“ ergänzt wird. Spielerisch oder unter Verwendung von spezifischen Lernkonzepten wird hier über die Geschichte, die Funktionsweise, gemeinsame Erfolge oder kulturelle Belange der Europäischen Union informiert. Die Miniaturanlage ist am besten unter der Woche und am Vormittag zu besuchen, da die Stoßzeiten generell gegen 13.00 Uhr entstehen.

Modellpark Mini Europa
Modellpark Mini Europa

  • Mini-Europa Modellpark – Avenue du Football 1, 1020 Brüssel
  • Öffnungszeiten: täglich 10.00 bis 17.00 Uhr
  • (kombinierte Tickets mit dem Besuch des Atomiums möglich)

Rathaus in Brüssel

Auf dem zentralen Platz, dem „Grand-Place“ befindet sich das zweifelsohne schönste Rathaus des Landes und in der Geschlossenheit des beeindruckenden Ensembles vermutlich einer der herrlichsten örtlichen Begebenheiten innerhalb Europas. Ein Grund, warum das gotische Bauwerk mit barocker Frontfassade, die umliegenden Gebäude und der erst im 12. Jahrhundert trocken gelegte große Marktplatz in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurden. In seiner ursprünglichen Form wurde durch den Baumeister Jacob van Tienen ab dem Jahr 1401 zunächst der linke Rathausflügel an einen bereits vorhandenen schmalen Glockenturm angefügt. Erst 1444, als sich die Machtbefugnisse der Gilden immer stärker entwickelten, begann der Ergänzungsbau des kürzeren rechten Flügels.

1449 wurde dann auch der alte Turm durch einen rund 96 Meter hohen neuen im spätgotischen Stil erschaffenen Belfried ersetzt. Verantwortlich hierfür war der flämische Architekt Jan van Ruysbroeck. Bis 1455 dauerten die Arbeiten an, doch die prächtige Gestaltung stellte einen Meilenstein dar und wurde zum beispielhaften Vorbild der „Brabanter Gotik“. Nach etlichen Beschädigungen erhielt dass Rathaus im Jahr 1714 sein heutiges Erscheinungsbild. Viele der herrlichen Skulpturen sind inzwischen Reproduktionen, da sich die Originale im Brüsseler Stadtmuseum befinden. Besonders der elegante Turmkörper mit seiner spitz zulaufenden Rippenstruktur sticht aus dem Erscheinungsbild hervor. Ganz oben auf der Turmspitze befindet sich der städtische Schutzpatron, der Erzengel Michael, welcher in Form einer vergoldeten Statue mit einem Drachen kämpft.

Auch im Innern des Rathauses wurde an prunkvollen Verzierungen und typisch gotischen Holztäfelungen nicht gespart. In der Empfangshalle und dem „Schöffenzimmer“ bestehen die Dekorationen aus feinsten Gobelin-Stoffen aus der Zeitspanne vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Im Schnitt verbringen Touristen rund ein bis drei Stunden mit der Besichtigung des Bauwerks und den umliegenden Gebäuden auf dem Grand Place. Beliebt im zentralen Hause des städtischen Kerns der heiligen Insel, der „Ilot Sacre“ sind auch die stattfindenden Führungen oder das Angebot, an wechselnden Ausstellungen.

Rathaus in Brüssel
Rathaus in Brüssel

  • Rathaus Brüssel – Grand Place 1, 1000 Brüssel
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 08.30 bis 17.30 Uhr (Samstag und Sonntag geschlossen)

Manneken Pis

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt Brüssel und damit ein touristisches „Must See“ ist die bronzene Brunnenfigur eines wasserlassenden „Männleins“. Eigentlich wurde der Manneken Pis im Viertel Ransbeek unter der Herrschaft Herzogs Albert zu Beginn des 17. Jahrhunderts zum Zwecke der bürgerlichen Wasserversorgung errichtet. Im Laufe der Epochen haben sich etliche Anekdoten und Geschichten, um die bereits zuvor bekannte derb-lustige Darstellung des Knaben verbreitet. Die lediglich 61 Zentimeter hohe Bronzestatue wurde vom Brüsseler Bildhauer Jerôme Duquesnoy erschaffen und ist im Lauf der Jahre immer wieder entwendet oder beschädigt worden. Die heutige Kopie des „Petit Julien“ soll aus dem Jahr 1965 stammen.

Für die Belgier hat die kleine, provokante Figur inzwischen auch eine andere symbolische Bedeutung. Sie steht für Meinungsfreiheit, demokratische Grundwerte, Toleranz und freiheitlichen Widerstand. Ein weiterer Brauch, der sich in neuerer Zeit etabliert hat, ist die Kostümierung des kleinen Brunnenmännleins. In regelmäßigen Abständen wird die Figur verkleidet und präsentiert sich dann beispielsweise als Mozart oder anlässlich von Fußballspielen der Nationalmannschaft im belgischen Trikot. Über 950 Kostüme stehen mittlerweile zur Verfügung. Positiver Nebeneffekt: Ein Besuch der Attraktion ist kostenlos. Die beste Zeit, um einen Blick auf die Brunnenstatue zu werfen, ist der Vormittag.

Manneken Pis
Manneken Pis

  • Manneken Pis – Ecke Rue de l’Etuve/Rue des Grand Carmes, 1000 Brüssel
  • (nordwestlich des Grand Place, fußläufig erreichbar)

Kathedrale St. Michael und St. Gudula

Etwas südlich des Zentralbahnhofs befindet sich ein bedeutender Sakralbau des Königreichs Belgien. Die Arbeiten an der Kathedrale St. Michael und St. Gudula begannen bereits im Jahr 1226 und fanden erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts ihren Abschluss. Das imposante Bauwerk im gotischen Stil besticht durch die 69 Meter hohen Türme und eine glanzvolle Optik. Als Hauptkirche Brüssels und Nationalkirche Belgiens ist sie auch Sitz des Erzbischofs. In erhabener Position auf dem Treurenberg, wirkten etliche Architekten, Künstler und Handwerksmeister aus vielen Nationen an der Gesamtgestaltung der Kathedrale mit. So schufen die Frankfurter Glasmaler Rudolf und Otto Linnemann im Jahr 1910 die heute noch vorhandenen Fensterverzierungen. Durch die großen Chorfenster ist das Innere der Kirche von viel Licht durchflutet.

Die handgeschnitzte Kanzel stammt aus der Epoche des Barock und präsentiert eindrucksvoll und in Lebensgröße die Szenerie von der Vertreibung Adam und Evas aus dem Paradies. Zu Füßen der Säulen des Hauptschiffes thronen riesige Figurendarstellungen der zwölf Apostel. Die Hauptorgel mit 63 Registern stammt aus Spanien und wurde erst zu Beginn des neuen Jahrtausends eingebaut. Die zeremonielle Kirche war Ort etlicher königlicher Hochzeiten und Staatsbegräbnisse. Aufgrund gegebener Anlässe und Gottesdienste können die Besuchszeiten variieren. Der größte touristische Andrang herrscht um die Mittagszeit.

Kathedrale St. Michael und St. Gudula
Kathedrale St. Michael und St. Gudula

  • St. Micheal und St. Gudula – Place Saint Gudule , 1000 Brüssel
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 07.30 bis 18.00 Uhr
  • Samstag: 07.30 bis 15.30 Uhr – Sonntag: 14.00 bis 18.00 Uhr

Galeries Royales Saint-Hubert

Mehr als nur ein Geheimtipp ist ein Abstecher zu den historisch bedeutsamen Ladenpassagen der im Jahr 1847 erschaffenen Galeries Royales des Saint-Hubert und der Passage du Nord. Die architektonische Gestaltung und bauliche Umsetzung der frühen „Shoppingmeile“ hatte zusammen mit ähnlichen Projekten in Mailand und St. Petersburg einen ganz erheblichen Einfluss auf die Entwicklung im Bereich der Struktur von nachfolgenden Geschäftspassagen. Für das Bauprojekt bediente sich der niederländische Architekt Jean-Pierre Cluysenaar an italienischen Vorbildern. Der über 200 Meter lange Gebäudekomplex ist ganz im sogenannten „Cinquecento-Stil“ gehalten. Etliche Elemente und die gleichförmig angelegten Fassaden versetzen die Besucher teilweise in die anmutige Betrachtungsweise der Uffizien in Florenz. Florentinische Renaissance, vereint unter einem prächtigen Glasdach.

Ziel des Baumeisters war es, so viele unterschiedliche Geschäfte mit umfassendem Sortiment für jedermann bereitzustellen. Das Konzept bewährte sich und hat bis heute bestand. Die aus drei Teilen bestehende Passage, der „Galerie de la Reine“ (Königinnengalerie), der „Galerie du Roi“ (Königsgalerie) und der „Galerie du Prince“ (Prinzengalerie) verfügt über zwei weitere obere Stockwerke und beherbergt bis heute zahlreiche Luxusgeschäfte, Boutiquen, traditionelle Läden, Juweliere sowie Bars, Restaurants und Cafés. Das besondere kulturelle Flair, die Mischung aus Spezialitäten, Haute Couture und regionalen Nischenanbietern lädt zum Bummeln und Entdecken ein. Die Einkaufspassage ist täglich rund um die Uhr zugänglich, wobei die Öffnungszeiten der einzelnen Geschäfte natürlich variieren können.

Galeries Royales Saint-Hubert
Galeries Royales Saint-Hubert

  • Galeries Royales des Saint-Hubert – Galerie du Roi 5, 1000 Brüssel
  • (südöstlich des Rathauses, fußläufig erreichbar)

Parlamentarium

Im Europa-Viertel Luxembourg findet sich ein gutes Beispiel dafür, wie auch zumeist als langatmig empfundene europäische Politik, kurzweilig und interessant vermittelt werden kann. Als größtes parlamentarisches europäisches Besucherzentrum lädt das Parlamentarium seit dem Jahr 2011 zu einem dynamischen Erlebnisrundgang ein. Auf Initiative des früheren EU-Parlamentspräsidenten Jerzy Buzek wird hier die zentrale politische Gestaltungsrolle der Union dargestellt, aber auch das alltägliche Leben der Bürger aus den verschiedenen Mitgliedsstaaten aufgezeigt. Die multimedialen Ausstellungsinstallationen umfassen alle 24 Amtssprachen (Media-Guide) und werden durch viele interaktive Elemente bereichert.

Die virtuelle Reise durch Europa wird auf fast 3.000 Quadratmetern Fläche aufgezeigt und ist zentral durch den „United in Diversity“ Raum gekennzeichnet. Tausende LED-Lampen unterstützen die atemberaubende Inszenierung, für die das deutsche Bühnen- und Architekturbüro Brückner verantwortlich zeichnet. Der Besuch ist für jedermann kostenlos und neben der Dauerausstellung mit 360 Grad-Panoramafilmvorführung werden immer wieder wechselnde themenbezogene Ausstellungen präsentiert.

  • Parlamentarium – Place du Luxembourg 100, 1050 Brüssel
  • Öffnungszeiten: Montag: 13.00 bis 18.00 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 10.00 bis 18.00 Uhr, Dienstag bis Freitag: 09.00 bis 18.00 Uhr
The Parlamentarium - The European Parliament's visitors' centre in Brussels (We Are Europe)
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Notre Dame du Sablon

Das Viertel Sablon oder auch Zavel war noch bis in das 13. Jahrhundert eine große Freifläche, die als Begräbnisstätte diente. Erst mit der Errichtung einer kleinen Kapelle wurde der Ort zum Begegnungspunkt vieler Gläubiger. Mit Unterstützung einer Gilde und durch Spenden, wurde Anfang des 15. Jahrhunderts die Kapelle durch einen größeren, prächtigen Sakralbau ersetzt. Die Kirchenschiffe mit arkadenartigen Anordnungen, errichtet auf massiven Stützmauern, sind ein hervorragendes Beispiel für die Schönheit und Weiterentwicklung des Brabanter Architekturstils. Große Spitzbögen, ausladende Fensterfronten und die klassischen Verzierungen prägen das Gesamtbild des sehenswerten Kirchenbaus. Ursprünglich hatten die Bauherren aufgrund der statischen Anordnung vermutlich noch einen Turm vorgesehen, doch Unruhen und Seuchen im Zeitraum der Entstehung ließen die Arbeiten an der Kirche zeitweilig völlig zum Ruhen kommen.

Erst im Jahr 1530 erfolgte die Prozessionseinweihung durch die niederländische Statthalterin Margarete von Österreich. Im 16. Jahrhundert wurde Notre Dame du Sablon auch zur letzten Grabstätte der Postmeister aus dem Hause Habsburg, den späteren Fürsten von Thurn und Taxis. Während des Calvinismus und weiterer religiöser Unruhen musste das Gotteshaus schließen und öffnete erst im Jahr 1803 wieder seine Tore. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte eine grundlegende Restaurierung des Gebäudes, die bis zum Jahr 1907 andauerte. Als Bestandteil des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ernannte Papst Pius XI Notre Dame du Sablon zur Offizialkirche. Für einen Besichtigungsrundgang solltest du rund eine Stunde einplanen. Die Besuchszeit mit dem wenigsten Andrang sind die Werktage unter der Woche.

Notre Dame du Sablon
Notre Dame du Sablon

  • Notre Dame du Sablon – Rue des Sables, 1000 Brüssel
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10.00 bis 18.30 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 09.00 bis 19.00 Uhr

Royale Palace

Zwischen dem Viertel Sablon und dem Quartier Leopold befinden sich der königliche Palast und die Parkanlagen. Das zentral gelegene Symbol der belgischen Monarchie entstand auf dem Grund der ehemaligen Hofburgresidenz der Habsburger und Burgunder, die im Jahr 1731 durch einen Brand völlig zerstört wurde. Der eigentliche Neu- und Ausbau zum königlichen Palast wurde im Jahr 1820 durch den niederländischen König Wilhelm veranlasst. Federführender Architekt war Louis Montoyer. Ein Jahr vor der belgischen Unabhängigkeit wurde die Palastanlage fertiggestellt und wurde Sitz des neuen belgischen Königs Leopold. Das heutige Erscheinungsbild im Stile eines neobarocken Schlosses, erfolgte auf Geheiß Königs Leopold des Zweiten und wurde durch etliche Umbaumaßnahmen bis zum Jahr 1903 vollendet.

Mitte der 1930er Jahre zog die königliche Familie in das Schloss nach Laken, in den Norden Brüssels, welches noch heute Wohnsitz der Königsfamilie ist. Der „Royale Palace“ hat dennoch seine Bestimmung beibehalten und dient als offizielles Gebäude für staatliche Empfänge, Unterbringungsort der königlichen Hofämter sowie Museumsausstellung. Die festlich ausgeschmückten Prunksäle mit den geschwungenen Bögen und riesigen Kronleuchtern sind äußerst bemerkenswert. Zwei Pavillons begrenzen die Seitenflügel des imposanten Palastgebäudes. Als Besuchszeit empfehlen sich die Vormittagsstunden von Dienstag bis Donnerstag. Mit einem Spaziergang durch den Park oder einem Besuch des Museums solltest du zwischen 2 und 3 Stunden Sightseeing veranschlagen.

  • Royale Palace – Rue Brederode 16 / Place de Palais, 1000 Brüssel
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10.30 bis 15.45 Uhr
The Royal Palace Brussels
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Nationalbasilika des Heiligen Herzens

Der weltweit fünftgrößte Kirchenbau wird wegen seiner geografischen Lage auf einer Anhöhe im Elisabeth Park und den dazugehörigen Gemeindegebieten auch Basilika von Koekelberg genannt. Das monumentale, riesige Bauwerk wurde zwischen den Jahren 1905 und 1970 im Stil des Art déco errichtet. König Leopold der Zweite erließ anlässlich des 75. Jahrestages der belgischen Unabhängigkeit den Bauauftrag zu dem gewaltigen Projekt. Das Hauptkirchenschiff misst eine Länge von 141 Metern und dehnt sich im Querschiff mit 107 Metern Breite aus. Die beeindruckende Kuppel umspannt 33 Meter Durchmesser und türmt sich 93 Meter hoch auf. Das säulenförmige Eingangsportal wird von zwei schlankeren Kuppeltürmen umrahmt. Auf etwa 53 Meter Höhe thront eine Aussichtsplattform, von der die Besucher einen herrlichen Blick über das Brüsseler Zentrum erhalten.

Im Inneren bieten sich die besondere Perspektive der Kuppel, die Szenerie des vielfältig verwendeten Marmorsteins, die Kanzel und die Plätze für rund 2.000 Personen. Die 51 Register beinhaltende Orgel wurde im Jahr 1958 durch die Firma Loncke gebaut. In der Nationalbasilika des Heiligen Herzens befinden sich zwei Museen, wo Hunderte wertvoller Gemälde und Skulpturen ausgestellt sind. Ein Besuch lohnt sich in jeden Fall, allein um von oben die Skyline Brüssels zu betrachten. Ein fantastisches Panoramabild und vielleicht schönster Aussichtspunkt innerhalb der belgischen Hauptstadt.

Nationalbasilika des Heiligen Herzens
Nationalbasilika des Heiligen Herzens

  • Nationalbasilika des Heiligen Herzens / Basilika von Koekelberg
  • Parvis de la Basilique 1, 1083 Ganshoren
  • Öffnungszeiten: Panoramaplattform: 10.00 bis 16.00 Uhr (Winterhalbjahr: Ende Oktober bis Ende März)
  • Sommerhalbjahr: 09.00 bis 17.30 Uhr
  • Basilika: täglich 08.00 bis 18.00 Uhr (auch mit Führungen), Museum: 14.00 bis 16.00 Uhr (oder nach Vereinbarung)

City Pass für Brüssel

Um viele Sehenswürdigkeiten in Brüssel zu besichtigen und für etliche Highlights ermäßigten oder bevorzugten Einlass zu erhalten, kann der Erwerb einer sogenannten City Card sinnvoll sein. Diese Touristenkarte beinhaltet einen Sightseeing Pass und bietet lohnende Vorteile.

Brüssel Card

Die Brüssel Card* kannst du für die Dauer von verschiedenen Zeiträumen kaufen. Mit einer Gültigkeit von 24 bis 72 Stunden ermöglicht dir die Karte, die schönsten Orte der Stadt zu erkunden. Hierzu kannst du alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt (STIB) kostenfrei und so oft du möchtest nutzen. Als Zusatzoption ist eine Brüssel Card erhältlich, welche auch die kostenlose Nutzung der touristischen „Hop-on/Hop-off Sighseeing-Busse“ beinhaltet. Der Clou: Für 41 Museen der belgischen Hauptstadt brauchst du keinen Eintritt zahlen, darunter beispielsweise das Museum der Stadt Brüssel, die Autoworld, Porte de Hal, das Magritte-Museum, das Planetarium oder das Palais des Beaux-Arts de Bruxelles.

Brüssel-Card

Natürlich kannst du die Museen auch mehrmals besuchen. Außerdem fungiert die Brüssel Card als eine Art Rabattkarte, die dir einen ermäßigten Eintritt zu weiteren Sehenswürdigkeiten gewährt. Hierzu zählen zum Beispiel das Atomium (25 Prozent Rabatt), die Basilika Koekelberg (40 Prozent Rabatt) oder der Mini-Europa Park (2 Euro Ermäßigung). Auch viele Geschäfte, Restaurants, Bars oder Tourveranstalter gewähren im Rahmen der City Card begehrte Rabatte. Weitere Informationen zur Nutzung und zum Kauf der Brüssel Card findest du „online“, an den gängigen Ticketverkaufsstellen vor Ort oder im Tourismusbüro in der Rue Royale 2.


Museen in Brüssel

Die belgische Hauptstadt bietet aufgrund ihrer ganz eigenen Geschichte, und als gegenwärtige Zentrale der europäischen Politik- und Kulturverantwortung zahlreiche Ausstellungen und Museumspräsentationen. Hier findet sich Interessantes aus nahezu allen Wissensbereichen. Einige Beispiele sind hier nachfolgend angeführt:

Automuseum Autoworld

Die Museumsanlage „Autoworld*“ befindet sich auf dem südöstlichen Teil des „Parc du Cinquantenaire“ im Europaviertel zwischen den Metrostationen „Schuman“ und „Montgomery“. Bereits der Gebäudekomplex mit den Kolonnaden und der riesigen gewölbten Halle verstehen zu imponieren. Maßgeblich verantwortlich für die Stadtentwicklung, die Gestaltung der Parkanlage mit den dazugehörigen historischen Bauwerken war König Leopold der Zweite. Durch den belgischen Architekten Bordiau wurden die meisten Planungen umgesetzt, die besonders auf die Weltausstellungen der Jahre 1888 und 1897 ausgelegt waren. Bereits ab dem Jahr 1902 fanden auf dem Gelände jährliche Ausstellungen zum Thema Automobil und Fahrrad statt.

Zwischen und nach den beiden Weltkriegen wurde der Gebäudekomplex unterschiedlich genutzt und verfiel zunehmend. Im Jahr 1984 erfolgte eine Grundsanierung und die Sammlung der Automobilenthusiasten Ghislain Mahy fand ihren dauerhaften Bestimmungsort. Das Museum ist im Privatbesitz und zeigt dank der Bemühungen der Familie Mahy und dem Engagement des belgischen Verkehrsministeriums sowie König Alberts II, umfassende Facetten der Automobilgeschichte. In verschiedenen Themenbereichen präsentieren sich dem Besucher wahre Schätze aus Motorsport und Serienproduktion. Unterschiedliche temporäre Ausstellungen ergänzen das Programm. Vom Ursprung des Automobils bis zur Moderne ist die Autoworld-Sammlung ein wirklich Sehenswertes Highlight, für welches du dir ausreichend Zeit nehmen solltest.

  • Automuseum Autoworld – Cinquantenaire 11, 1000 Brüssel
  • Öffnungszeiten: Sommerhalbjahr (1. April bis 30. September): Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
  • Winterhalbjahr (1. Oktober bis 31. März): Täglich 10.00 bis 17.00 Uhr (Wochenende bis 18.00 Uhr)
Autoworld Brussels | Belgium
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Train World Museum

Von der Straße geht es auf die Schiene und damit zum nächsten Halt für alle Eisenbahnfreunde. „Train World*“ ist die offizielle Museumsausstellung der Nationalen Gesellschaft der belgischen Eisenbahnen. Direkt in Gebäudeteilen und auf Flächen des Bahnhofs Schaarbeek untergebracht, zeigt die Sammlung auf 8000 Quadratmetern Dutzende Lokomotiven und über tausend weitere Objekte. Bildung und interaktives Erlebnis spielen dabei eine wesentliche Rolle und werden durch eine besondere Geräuschkulisse, unterschiedliche Beleuchtungen, musikalische Untermalung oder sogar durch Geruchswahrnehmungen hervorgehoben. Einmal Lokomotivführer sein, nicht nur oft gehegter Kinderwunsch. Verschieden Themenbereiche und Wechselausstellungen bereichern das Besuchserlebnis, für das im Schnitt rund 2 bis 3 Stunden veranschlagt werden sollten. Der beste Zeitpunkt für einen Aufenthalt mit nicht so starkem Publikumsandrang sind die Nachmittagsstunden.

  • Train World – Place Princesse Elisabeth 5, 1030 Brüssel
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10.00 bis 17.00 Uhr (Montag gechlossen)
  • Ticketschalter geöffnet bis 15.30 Uhr
Train World Brussels - Eisenbahnmuseum Brüssel
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ADAM – Brüssels Design-Museum

In Laken, etwas nordöstlich des Atomiums befindet sich das Design-Museum*. Auf dem ehemaligen EXPO-Gelände präsentiert das ADAM seit dem Jahr 2014 grundlegende Aspekte des Designs aus dem 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Hierzu gehört im Rahmen einer Dauerausstellung auch das so bezeichnete „Plasticarium“, eine Sammlung von etwa 2000 Plastikgegenständen aus dem Alltagsgebrauch und aus stilepochalen Designereinzelstücken. Die informative Ausstellung behandelt auch weitere Formen und Themenkombinationen der Designentwicklung. Im Architekturprojekt werden innerhalb von 10 Prinzipien, innen- und außenarchitektonische Szenerien erörtert. Die konzeptionelle Gestaltung begründet sich auf die Erfahrungen des Architekturbüros Lhoas & Lhoas, den Designexperten Thierry Belenger und die Historikerin Alexandra Midal.

Die Museumsausstellung beinhaltet einen interessanten Überblick zur Integration wesentlicher Stil- und Designelemente, verschiedener Komponenten von Beleuchtung oder dem Zusammenspiel von Materialien, Objekten und Kontrasten. Hierzu weisen die Organisatoren auch auf die gesellschaftlichen Verbindungen und das Spektrum des sozialen, ja sogar philosophischen Einklangs hin. Das ADAM ist gleichzeitig ein Auditorium mit fast 400 Plätzen. Ein separates Programm vermittelt Bildung und Kultur, bietet Raum für Konferenzen, unterschiedliche Workshops oder Führungen. Für einen Besuch ist die beste Zeit der Vormittag. Ein bis zwei Stunden solltest du für den Aufenthalt einplanen.

  • ADAM – Brüssels Design-Museum – Place de Belgique (gegenüber dem Palais 5), 1020 Brüssel
  • Öffnungszeiten: Täglich: 11.00 bis 19.00 Uhr
ADAM • Let's take a tour!
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Berühmte Plätze und Straßen

Neben dem üblichen Sightseeing strahlen in Brüssel bestimmte Straßen und Plätze ihre ganz eigene Faszination aus. Sie sind gängige Orte, an denen das tägliche Leben pulsiert oder die eine ganz individuelle Anziehungskraft versprühen.

Grand Place – Grote Markt

Der zentrale Ort im Stadtkern Brüssels ist der Grand Place. Als einer der schönsten innerstädtischen Marktplätze weltweit, glänz das UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Zusammenspiel verschiedener architektonischer Stilrichtungen und ist eingerahmt von wundervollen, majestätisch anmutenden Bauwerken. Rathaus, Zunfthäuser aus dem 17. Jahrhundert, das Brüsseler Stadtmuseum oder auch das „Maison Grand-Place“ verzaubern das Gesamtbild und schaffen einen ganz eigenen Flair. Umliegende Restaurants, Boutiquen, Bars, Cafés und Spezialitätengeschäfte vertiefen den Charme, an einem Platz, wo der Herzschlag der Stadt zuhause ist.

Genieße die typischen belgischen Chocolaterie Erzeugnisse oder probiere ein ursprüngliches, frisches Bier. Der Grand-Place lädt zum Verweilen ein. Regelmäßig finden hier spektakuläre Veranstaltungen oder verschiedene, äußerst beliebte Ereignisse statt. Hierzu gehören beispielsweise der „Ommegangein mittelalterliches Spektakel oder das Blumenteppich-Fest, bei welchem der gesamte Platz in ein Meer aus Blumen verwandelt wird. Vom Grand-Place starten verschiedene touristische Führungen und Tagesausfahrten.

Grote-Markt-Brüssel
Grand Place – Grote Markt

Place du Grand Sablon

Im typisch gut bürgerlichen Viertel Sablon (Zavel) liegt der gleichnamige Platz, welcher sich inmitten einer lebhaften Gegend befindet. Angesagte Restaurants, schicke Bars und Feinkostläden umgeben die geschäftige Örtlichkeit im Schatten des gotischen Sakralbaus Notre-Dame du Sablon. In unmittelbarer Nähe finden sich die Bibliothek und zahlreiche Museen, darunter das jüdische Museum Belgien und das Museum der schönen Künste. Beliebt und überregional bekannt ist der Platz auch für den wöchentlich stattfindenden Antiquitätenmarkt. Bereits seit dem Jahr 1960 treffen sich hier Schnäppchenjäger, Kunst- und Kulturenthusiasten zum Szenetreff.

  • Öffnungszeiten Markt: Samstag: 09.00 bis 17.00 Uhr, Sonntag: 09.00 bis 15.00 Uhr
Brussels center Walking tour - place Sablon sightseeing - Brussels Travel
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The Comic Strip Wall

Schlichtweg sehenswert sind die rund 50 Häuserwände der sogenannten „Comic Strip Route“. Die Belgier haben einen absoluten Faible für Comics. Viele der geistigen Schöpfer berühmter Comics stammen aus Belgien, darunter beispielsweise Helden wie Lucky Luke, die Schlümpfe oder auch Tim & Struppi. Comic gehört zur Kultur und Kultur braucht Denkmäler. So haben sich seit Beginn der 90er Jahre im Norden des Viertels Anneessens an etlichen Hausfassaden und Wänden zahlreiche Comicverzierungen etabliert. Neben einer typischen Brüsseler Taverne in der „Rue des Teinturiers“ war die Zeichnung des „Brousaille“, der mit seiner Freundin umher spaziert, die allererste Wandbemalung. Viele weitere folgten und wer die etwas andere kostenlose Besichtigungstour mit dauerhafter Öffnungszeit begehen will, beginnt am besten in der „Rue des Fabriques 34“.

Comic Strip walk in Brussels
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Parks in Brüssel

Brüssel ist eine Stadt mit vielen Parkanlagen, Grünflächen und Gärten. Fast jedes Viertel und jeder Stadtteil besitzt genügend Rückzugsflächen zum Entspannen, Spazieren gehen oder für andere Freizeitaktivitäten. Etliche naturnahe Anlagen sind für sich bereits ein Highlight oder beinhalten einen „Must See“ – Platz.

Jubelpark

Die Parkanlage in Brüssel schlechthin, ist vermutlich der Jubelpark oder auch „Parc du Cinquantenaire“. Zum einen nutzen ihn auch viele Einheimische zur Entspannung oder als Joggingstrecke, zum anderen beinhaltet die 37 Hektar große Grünfläche etliche imposante, historische Bauwerke. Zum 50. Jahrestag der belgischen Unabhängigkeit plante König Leopold II eine große Festausstellung und ließ zu diesem Zweck das brachliegende Gelände östlich des Stadtkerns zur prachtvollen Kulisse umgestalten. Markantester Bestandteil ist der Triumphbogen. Ursprünglich sollte dieser bereits bis zum Jahr 1880 fertiggestellt werden, doch die enormen Kosten für das Bauwerk aus Granit und der hierüber entfachte Streit, sorgten dafür, dass der Bau erst im Jahr 1905 vollendet wurde. Ähnlich dem Brandenburger Tor thront auf dem Bogen eine Quadriga, welche in diesem Fall allerdings für die Provinz Brabant steht.

Der Triumphbogen markiert den östlichen Eingangsbereich des Parks und wird von zwei riesigen Hallengebäuden flankiert. Sie sind heute Ausstellungsfläche für das Autoworld-Museum und das Militärmuseum. In der Nähe befindet sich noch ein weiteres Bauwerk, die „Bordiau-Hallen“, benannt nach dem gleichnamigen Architekten, der sie errichten ließ. Sie waren der einzige Gebäudekomplex, welcher rechtzeitig zur Ausstellung im Jahr 1880 fertiggestellt wurde, und beinhaltet heute das Museum für Kunst und Geschichte. Der Park befindet sich zwischen der Metrostation „Schuman“ und der Tramstation „Merode“ im Europa-Viertel.

Jubelpark
Jubelpark

Botanischer Garten Meise

Ungefähr 3 Kilometer nördlich des Atomiums in der flämischen Gemeinde Meise liegt ein außergewöhnlicher botanischer Garten*. Die Ursprünge der Anlage reichen zurück bis in das Jahr 1796 und sind somit älter als das Königreich Belgien. Auf dem 92 Hektar umfassenden Gelände befinden sich noch einige historische Gebäude, darunter auch eine Burg aus dem 12. Jahrhundert. Bis zum Jahr 1938 war der Grund und das darauf befindliche Schloss Bouchout im Besitz der königlichen Familie, wurde dann allerdings vom belgischen Staat erworben, da die wachsende Pflanzenkundliche Sammlung für die Fläche in der Rue Royale zu umfangreich wurde. Heute führt die unter der flämischen Gemeinschaft agierende Gesellschaft den offiziellen Namen „Agency Plantentuin Meise“.

Die botanische Sammlung, das Herbarium und die Bibliothek werden nach wissenschaftlichen Kriterien verwaltet. Einzigartige Pflanzenkollektionen sind hier zu entdecken und zu bestaunen. Darunter das größte Rosen Herbarium der Welt, weitere rund 18.000 verschiedene Pflanzenarten, darunter viele vom Aussterben bedrohte Gewächse aus allen Kontinenten. Die großzügig gestaltete grüne Oase ist bei Besuchern sehr beliebt. Informative Führungen, Bildungsangebote, Workshops und wechselnde Ausstellungen werden gern angenommen. Für eine Rast und für das leibliche Wohl findest du auf dem Gelände einen Picknickplatz, eine Orangerie sowie einen Shop.

Botanischer Garten Meise
Botanischer Garten Meise

  • Plantentuin Meise – Nieuwelaan 38, 1860 Meise
  • Öffnungszeiten: Winter (Oktober bis März): 09.30 bis 17.00 Uhr, Sommer: 09.30 bis 18.30 Uhr

Square of Petit Sablon

Ein echter grüner Farbtupfer inmitten der Stadt ist der „Square of Petit Sablon“. Vis-a-vis von Notre Dame du Sablon ist dieses Kleinod ein typisches Beispiel der flämischen Neo-Renaissance. Als wahres Aushängeschild und Attraktion des Stadtteils lieben es vor allem die Einheimischen, sich hier eine Verschnaufpause von der Hektik des Alltags zu gönnen. Genau dies war auch die Zielsetzung, als der Park im Jahr 1880 angelegt wurde. Und er sollte eine eigene Geschichte erzählen. So stehen die neun angelegten Strauchformationen für die einstigen neun Provinzen des belgischen Königreichs. In der Gartenanlage sind einige Statuen platziert, die an historische Momente oder große Persönlichkeiten erinnern sollen. Ein Geheimtipp, um ein wenig zu verweilen und innezuhalten.

Square of Petit Sablon
Square of Petit Sablon

Aussichtspunkt in Brüssel

Welches ist der beste Aussichtspunkt in der belgischen Hauptstadt? Neben der Panoramaplattform auf der Basilika von Koekelberg kommen noch einige andere Standorte in Betracht.

Mont des Arts

Ein beliebter kostenloser Aussichtspunkt und Anlaufstelle für viele Touristen ist der „Mont des Arts“, auch „Kunstberg“ genannt. Hier finden sich zahlreiche Fotomotive. Der historische Platz ist geometrisch angelegt und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Brüsseler Zentralbahnhof am Place de l’Albertine. Von den erhobenen Stufen der Gartenanlage blickst du Richtung Rathaus und bei guter Sicht und schönem Wetter kann man sogar das Atomium und die Nationalbasilika des Heiligen Herzens erkennen. Einst standen auf dem Areal Palast und Bibliothek des Regierungssitzes Brabant. König Leopold II hatte die Vision von einem Kunstzentrum am Berg und ließ den Platz umgestalten.

Heute säumen zahlreiche Museen das Gelände, darunter das Musikinstrumentenmuseum, das „BELvue-Museum*“ und das Museum der Schönen Künste. Außerdem befinden sich hier die Königliche Bibliothek und das Generalstaatsarchiv. Ein Ort, der nicht nur Geschichte atmet, sondern der vor allem von den jeweiligen Epochen erzählt. Sichtbar beispielsweise in der Ausgrabungsstätte „Coudenberg“, die Überreste des ehemaligen Palastgebäudes aufzeigt. Über der landschaftsarchitektonischen Anlage mit großem Springbrunnen wacht eine Statue von König Albert I, der hoch auf einem Pferd sitzend das Geschehen zu beobachten scheint.

Mont des Arts
Mont des Arts

Justizpalast

Eines der gewaltigsten europäischen Bauwerke ist der Justizpalast. Errichtet zwischen den Jahren 1866 und 1883 zeichnete Architekt Joseph Poelaert ein Gerichtsgebäude der Superlative. Im Stil des Eklektizismus ausgerichtet und auch hier mit großzügiger Unterstützung König Leopolds II verwirklicht, misst der rechteckige Grundriss 160 Meter Länge und 150 Meter Breite. Der gesamte Bau befindet sich an einer Hanglage auf dem sogenannten Galgenberg und bedeckt eine Fläche von etwa 26.000 Quadratmetern. Ein wahres Monumentalbauwerk, besonders einprägend hervorgehoben durch die imposante über 100 Meter hohe Kuppel.

Der bombastische Haupteingang, der zur beeindruckenden Eingangshalle und den Galerien führt, ist ebenfalls ein beliebter Aussichtspunkt. Der Clou: Der Haupteingang ist aufgrund der Geländeanordnung um rund 20 Meter höher gelegen als der Eingangsbereich im Westen des Gebäudes. Zwar mit kleinerer Kuppel, aber insgesamt größer als der Petersdom in Rom, verfügt der Justizpalast über 8 Innenhöfe, 27 Gerichtssäle und über 240 weitere Räumlichkeiten. Dennoch, die Fassade bröckelt, besonders die Turmkuppel bereitet den Verantwortlichen Sorge und ist seit Jahren eine der kostspieligen sowie umstrittenen Dauererhaltungsmaßnahmen.

Justizpalast
Justizpalast
  • Justizpalast – Place Poelaert 1, 1000 Brüssel (Metrostation Lousie)
  • Öffnungszeiten: Montag: 09.00 bis 17.00 Uhr

Karte


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