Autofahren in den USA: Was Du unbedingt beachten musst!

Vielleicht planst du deinen nächsten Urlaub in den Vereinigten Staaten. Wenn du dort mit einem Mietwagen unterwegs bist, solltest du dich natürlich mit den Verkehrsbestimmungen in den USA auseinandersetzen. In diesem Ratgeber möchte ich dir einige Anhaltspunkte an die Hand geben, damit der nächste Urlaub zum Erfolg wird.

Wird der deutsche Führerschein in den USA anerkannt?

Der deutsche Führerschein genießt international einen guten Ruf. Dies mag wahrscheinlich auch an den strengen Fahrprüfungen hierzulande zurückzuführen sein. Insoweit ist es möglich, bei einem Aufenthalt in den USA bis zu einem Jahr den deutschen Führerschein zu verwenden. Leider sind deutsche Führerscheine nur in Deutsch ausgefüllt, sodass es bei Kontrollen diesbezüglich Sprachbarrieren gibt. Aus diesem Grund wird Internationaler Führerschein zur Mitnahme empfohlen. Dieser ist aber nur in Verbindung mit dem deutschen Führerschein gültig. Die Fahrberechtigung richtet sich nach den im deutschen Führerschein eingetragenen Fahrzeugklassen. Dies ist zu beachten, wenn du dir zum Beispiel ein überschweres Wohnmobil anmietest, für welches du hierzulande einen Lkw-Führerschein benötigst.

Wie schnell darf man in den USA fahren?

Zunächst musst du beachten, dass in den USA nicht in Kilometer pro Stunde gemessen wird, sondern in Meilen pro Stunde. Anstatt km/h findest du daher die Bezeichnung mph. Das Tempolimit auf mehrspurigen Freeways liegt bei 65 mph. Dies entspricht bei uns etwa 100 km/h. In einigen Regionen darfst du aber auch 70 mph fahren. Auf den zweispurigen Highways darfst du nur 55 mph fahren.
Innerhalb einer Ortschaft sieht dies wiederum anders aus. Hier darfst du nur 20 bis 30 mph fahren, was bei uns 40 bis 48 km/h entspricht. Vor Schulen gilt ein noch langsameres Tempo, wobei du hier meist nur 15 mph fahren darfst. Dies entspricht bei uns 24 km/h. Kurzum wirst du feststellen, dass du in den USA nicht so rasen darfst wie bei uns. Dies ist wichtig, damit du dir teure Bußgelder ersparen kannst.

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Wie viel Promille in den USA?

Ähnlich wie bei uns ist es nicht erlaubt, alkoholisiert Auto zu fahren. Aus diesem Grund wurde in den USA eine Promillegrenze von 0,8 festgelegt. Daran solltest du dich unbedingt halten. Bei einem Verstoß wird die Schwere anhand des Überschreitens der Promillegrenze vom Gericht eingestuft. Je höher also der Promillegehalt im Blut und im Atem ist, umso höher fällt eine Geldstrafe oder gar eine Gefängnisstrafe aus. Übrigens gilt für Fahranfänger, Motorrad- und Motorrollerfahrer eine Promillegrenze von 0,0. Darüber hinaus dürfen angebrochene Flaschen mit Alkohol nur im Kofferraum transportiert werden. Fahrer unter 21 Jahren dürfen keinen Alkohol mit sich führen.

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Gibt es eine Anschnallpflicht in den USA?

In den Vereinigten Staaten besteht generell eine Anschnallpflicht. Lediglich im Bundesstaat New Hampshire kannst du auch ohne Anschnallgurt unterwegs sein. Dabei steht es dir frei, diesen zu nutzen oder nicht.

Unterschiede bei den Verkehrsregeln im Vergleich zu Deutschland?

In den USA sind die Verkehrsregeln etwas anders gehalten als bei uns. An Kreuzungen gibt es meist 4 Stoppschilder. Wer hier zuerst kommt, der darf auch zuerst fahren. Wenn du an einer Kreuzung wegen des Stopp-Zeichens angehalten hast und sich noch kein weiteres Fahrzeug dort befindet, dann darfst du über die Kreuzung fahren. Ansonsten musst du die zuerst wartenden Fahrzeuge vorbeilassen.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass du an einer roten Ampel nach rechts abbiegen darfst. Dabei musst du aber zuvor stehenbleiben und niemanden behindern. Diese Regelung wird mit dem Zusatzschild „no right on red“ aufgehoben. Dann musst du immer bei Rot halten.

Wenn du vor dir einen Schulbus siehst, darfst du diesen nicht überholen, wenn dieser anhält und die Schüler ein- oder aussteigen. Der Bus schaltet seine Warnblinker ein. Im Gegensatz zu Deutschland musst du auch auf der gegenüberliegenden Fahrbahn anhalten, da Kinder ja die Straße überqueren können. Überholen darfst du nur dort, wo es erlaubt ist. Dabei kannst du Autos sowohl auf der rechten als auch auf der linken Fahrbahn überholen. Nicht unwichtig ist, dass du in den USA Kinder unter 12 Jahren niemals alleine im Auto lassen darfst. Bei den Verkehrszeichen gibt es ebenfalls kleine Unterschiede. Die Amerikaner mögen es einfach und verständlich. So sind zum Beispiel Warnschilder immer in Gelb gehalten. Darauf zeigen Piktogramme oder Wörter an, was verboten ist oder worauf geachtet werden muss. Vorschriftsschilder sind quadratisch oder rechteckig mit schwarzer Schrift auf weißem Grund. Straßenschilder und Richtzeichen sind Grün mit weißer Schrift.

Folgend Schilder solltest du dir merken:

  • Yield steht für Vorfahrt geben
  • Bump steht für unebene Fahrbahn
  • Ped Xing steht für Fußgängerüberweg
  • Work Area steht für Baustellenbereich

Aber auch bei Parken musst du aufpassen. In der Nähe von Hydranten, Bushaltestellen und Ausfahrten darfst du nicht parken. Hier muss ein Abstand von mindestens 3 m eingehalten werden. Achte unbedingt auf farbige Bordsteinkanten. Diese haben folgende Bedeutung:

  • Weiß: du darfst während der Geschäftszeiten hier 5 min. parken
  • Gelb: Be- und Entladen ist für 20 min. möglich
  • Rot: absolutes Halteverbot
  • Gelb/Schwarz: Lkw-Ladezone
  • Blau: Parkplatz für Behinderte
  • Grün: Kurzzeitparken, wobei die maximale Zeit auf dem Bordstein steht
  • Cpmpact: hier dürfen nur Fahrzeuge parken, die in die Markierungslinie hineinpassen

Eine doppelte Linie auf der Fahrbahn bedeutet ein absolutes Überholverbot.

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