Stromversorgung im Wohnmobil: Worauf achten?

Wenn du häufiger mit deinem Wohnmobil unterwegs bist, spielt die Stromversorgung eine wichtige Rolle. Dabei geht es nicht um die eigentliche Autobatterie, welche von der Lichtmaschine geladen wird, sondern eher um die Wohnraumbatterie. Diese Versorgungsbatterie wird benötigt, wenn du deine elektrischen Versorger unterwegs oder auf einem Stellplatz betreiben möchtest. Worauf du hierbei achten solltest, möchte ich dir hier kurz darlegen.

Die richtige Wohnmobilbatterie: Worauf achten?

In den meisten Wohnmobilen ist bereits eine Wohnraumbatterie installiert. Diese sorgt für Licht, betreibt einen Kühlschrank mit 12 Volt, kann die Heizung mit Strom versorgen, die Satellitenanlage und den Fernseher, betreibt die elektrische Einstiegsstufe und viele weiteren Komponenten mehr. Häufig ist auch von einer Bord- oder Aufbaubatterie die Rede. Sie muss von der Starterbatterie unterschieden werden. Grund hierfür ist, dass Starterbatterien nicht mit niedrigen Strömen entladen werden kann. Sie eignet sich daher lediglich zum Starten eines Autos.

Eine Wohnmobilbatterie sollte auf alle Fälle wartungsfrei sein. Da sich diese Batterien im Inneren des Wohnmobils befinden, sind sie auch gegen Tieftemperaturen verwendbar. Meistens werden GEL- oder AGM-Batterien verwendet. Moderne Batterien können auch tiefentladen werden, ohne Schaden zu nehmen. Recht beliebt sind die Lithium-Ionen-Batterien, die eine hohe Energiedichte aufweisen und ohne Memory-Effekt wieder nachgeladen werden können. Sie sind zudem kompakter und leichter als die anderen Batterien. Die Ausgangsleistung liegt bei 12 Volt. Möchte man ein 230 Volt Gerät anschließen, wird zusätzlich noch ein Wechselrichter benötigt. Dann reicht die Kapazität aber nur für eine kurze Zeit.

Wie bestimme ich die erforderliche Batteriegröße?

Wenn du längere Zeit autark dein Wohnmobil mit Strom versorgen möchtest, solltest du auf eine angemessene Batteriegröße achten. Ein wichtiges Kriterium stellt die Leistung in Watt dar. Nicht immer ist auf den Verbrauchern dieser Wert angegeben. Jedoch kannst du bei den Netzteilen auf den Output und auf den Verbrauchern auf den Input die Werte für Spannung in Volt und Strom in Ampere finden. Multiplizierst du beide Werte, erhältst du den Wattzahl. Natürlich kommt es auf den jeweiligen Verbraucher an und wie lange dieser am Tag in Betrieb genommen wird. Wenn du unter anderem ein Smartphone mit 18 Watt Leistung zwei Stunden am Tag betreibst, ergibt dies (18 Watt * 2 Stunden) / 12 Stunden) 3 Ah. Danach musst du noch weitere Verbraucher hinzufügen.

Gute Wohnraumbatterien sind für einen Dauerstrom von 100 bis 200 Ah und einer Ausgangsleistung von 1.280 Watt ausgelegt. Mit diesen gängigen Modellen machst du nichts falsch. Neben den AGM-Batterien findest du hier auch moderne LifePo4-Batterien. Die durchschnittlichen Preise liegen zwischen 130 und knapp 480 Euro.

Wohnmobil

Verschiedenen Lademöglichkeiten für die Batterie

Eine Wohnmobilbatterie kannst du auf verschiedene Weise aufladen. In aller Regel besteht eine Verbindung zur Lichtmaschine, sodass du während der Fahrt die Batterie aufladen kannst. Auf dem Campingplatz findest du dagegen meist einen 230 Volt Stromanschluss. Dieser übernimmt dann die gesamte Stromversorgung, sodass die Batterie nicht benötigt wird. Diese kann aber von dort ebenfalls geladen werden. Ebenfalls ist die Installation einer Solaranlage gegeben. Bei vielen Wohnmobilen findet man diesbezüglich auf dem Dach ein oder zwei Solarpanels. Eine gute Alternative stellt eine Powerstation dar. Diese tragbaren größtenteils würfelförmigen Geräte können über Netzstrom oder über die Autobatterie bzw. die Lichtmaschine aufgeladen werden. Sie fungieren als tragbarer Generator, der über entsprechende Stromausgänge verfügt. Hochwertige Geräte erreichen hierbei eine Batteriekapazität von rund 500 Wh. Vorteilhaft ist, dass diese Stromspeicher auch außerhalb des Wohnmobils genutzt werden können.

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